Melanie Langenhan

Tricks für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt

16. September 2007

Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft soll der gesunde Mensch zwischen 2 und 3 Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Für chronisch Kranke erhöht sich dieser Bedarf noch. Trotzdem trinken viele Menschen am Tag deutlich weniger, mit der Folge von Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall.

Hirntumorpatienten, die zu wenig trinken, leiden eventuell unter Gleichgewichts- und Wortfindungsstörungen, sind häufiger müde und antriebslos. Oft genug wird dann Tumorwachstum oder ein Ödem vermutet und die Aufregung ist groß. Tatsächlich wirkt sich auch eine Dehydrierung so drastisch auf den Körper aus, kann aber glücklicherweise durch einfache Maßnahmen ausgeglichen werden.

Vielen Menschen fällt es schwer, regelmäßig zu trinken. Sie trinken erst, wenn der Durst spürbar wird. Aber dann hat der Körper bereits ein Defizit.

Es gibt einige Tricks, um sich (und andere) an das regelmäßige Glas Wasser oder Tee zu erinnern:

  1. Für Computerfreunde ist der Trink-Reminder von EnjoyLiving gedacht. Dies ist eine kleine Software, die anhand des Alters, des Gewichts und der täglichen Arbeitszeit das Flüssigkeitspensum errechnet und sowohl an das regelmäßige Trinken erinnert als auch die getrunkenen Mengen erfassen kann.
  2. Praktisch sind elektronische Küchentimer (z.B. von Tchibo), die sich auf einen beliebigen Rhythmus einstellen lassen und dann beispielsweise stündlich oder halbstündlich piepsen. Die voreingestellte Zeit bleibt erhalten und kann durch den Start-Knopf erneut aktiviert werden. Wenn das Signal ertönt, wird ein Glas Wasser fällig … Je kleiner der Abstand zwischen den Signalen, umso kleiner kann auch die Portion Wasser sein. Wichtiger als die jeweils getrunkene Menge ist die Regelmäßigkeit, mit der der Körper Flüssigkeit zugeführt bekommt.
  3. Geübte Vieltrinker schwören auf große Gläser (0,4-0,5l), die in einer bestimmten Zeit ausgetrunken sein müssen.
  4. Ein Wasserspender im Raum macht es besonders einfach, sich mit frischem Nachschub zu versorgen. Solche Wasserspender sieht man immer häufiger in Geschäften und Arztpraxen oder Apotheken. Wichtig ist bei diesen Geräten, dass auf einwandfreie Hygiene geachtet wird. Die “öffentlichen” Wasserspender (Watercooler) sind vor einigen Jahren durch Fernsehberichte in die Kritik geraten.
  5. Für den Hausgebrauch eignet sich übrigens auch ein Gerät des Wasserfilter-Herstellers Brita (AquaCool AC3074), das über Onlineshops (z.B. Plus) erhältlich ist.
  6. Ähnlich nützlich sind Wassersprudler (Soda-Club, WasserMaxx) mit ausreichend vorgekühlten Wasserflaschenvorräten. Je weniger Arbeit das Trinken im Vorfeld macht (kein Kistenschleppen!), umso leichter fällt es uns.
  7. Mit Kaffeepadmaschinen (Senseo u.a.) kann man nicht nur Kaffee, sondern auch heißes Wasser für Tee oder Kakao/Cappuccino zubereiten. Diese Geräte sind leicht zu bedienen und die Getränke schnell zubereitet. Aufgrund des Koffein- bzw. Zuckergehaltes sollten Kaffee oder Kakao aber nicht über den ganzen Tag getrunken werden. Die Meinung, dass Kaffee beim Tagesbedarf nicht mitzählen darf, wurde inzwischen überwiegend zu den Akten gelegt.

Wenn wir leicht vergessen, dass wir regelmäßig trinken müssen, können wir uns mit solchen Tricks motivieren und schließlich neue Gewohnheiten einüben.

Wie behelfen Sie sich, damit Sie genug trinken? Haben Sie noch einen guten Tipp?

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Sodaclub Trink-Reminder

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