Mit dem i-Kids Handy der Björn-Steiger-Stiftung, das zur Zeit bei Tchibo erhältlich ist, habe ich inzwischen erste Erfahrungen sammeln können.
Das Handy wurde in einer kleinen Schachtel mit Ladegerät, Halsband, Akku und Stöpsel, um das Akku-Fach vor unbeabsichtigtem Öffnen zu schützen, geliefert.
Die Konfiguration der SIM-Karte wird sinnvollerweise vor dem Einlegen in das i-Kids über ein reguläres Handy vorgenommen (z.B. PIN an/aus, Mailbox an/aus). Manche Einstellungen können bzw. müssen über das i-Kids Portal der Björn-Steiger-Stiftung (Anmeldung erforderlich, kostenpflichtig) erfolgen. Das sind vor allem die Konfiguration der GPS-Ortung und die Kurzwahlen.
Mit seinen zwei kleinen Antennen mißt das “spacige” i-Kids Handy gerade mal 9 cm. Es liegt wie ein Handschmeichler in der Hand. Der Aufhänger für das Trageband befindet sich oben zwischen den Antennen anstatt am unteren Ende, wo der Anschluss für das Ladegerät eingebaut ist. Im Praxistest hat sich nämlich schnell herausgestellt, dass sich das Handy, wenn es am Band um den Hals getragen wird, anders herum leichter ans Ohr nehmen läßt als man es nehmen muss. Wenn die Verbindung irgendwie dumpf klingt, könnte es daran liegen, dass das Mikrofon zum Ohr und der Lautsprecher zum Mund zeigt …
Im zweizeiligen S/W-Display werden die notwendigsten Daten angezeigt (Ladezustand, Netzempfang, Netz u.a.). Durch das Handymenü bewegt man sich mit einem an der linken Seite angebrachten Kippschalter, der beim Telefonieren auch zur Regulierung der Lautstärke dient. Dieser Schalter ist etwas fummelig und eher für Links- als für Rechtshänder geeignet. Auf gleicher Höhe rechts befindet sich ein Headset-Anschluss, den ich überflüssig finde. Weder habe ich Kinder mit Headsets bislang gesehen (schon gar nicht per Kabelanschluss) noch finde ich es für ältere Menschen besonders praktikabel.
Unter dem Display ist ein großer Knopf zur Annahme von Anrufen und zum Bestätigen von Menüpunkten angebracht. Hierunter finden sich fünf kreisförmig angeordnete Kurzwahlknöpfe, die um einen An-/Ausschalter angeordnet sind. Von der Logik her hätte ich diesen mittleren Knopf eher an die Seite gesetzt und den großen Annahmeknopf in die Mitte genommen. Aber vielleicht ist das nur eine Frage der Gewohnheit.
Neben vier Kurzwahlen ist der fünfte Knopf als “Notumruf”/Emergency Call vorgesehen. Wird diese Taste gedrückt, ruft das I-Kids Handy die Kurzwahlen eins bis vier der Reihe nach an, bis ein Gesprächspartner erreicht wird.
Mich hat vor allem die Funktion “automatisches Entgegennehmen” interessiert und zum Kauf des i-Kids veranlaßt. Leider klappt gerade dieses Leistungsmerkmal nur bei wirklich gutem Empfang. In einer Wohnung kann es sein, dass sich (obwohl deaktiviert) direkt die Mailbox meldet. Klappt es mit der Automatik (dazu muss man über die Kurzwahlen eins oder zwei angerufen haben), ist die Sprachqualität nicht sonderlich gut. Die Hintergrundgeräusche scheinen besser durchzukommen als die Sprache. Hier werde ich nochmals Tests durchführen, je nach dem, wie das Handy vor dem Bauch liegt und ob der Anruf in oder außerhalb der Wohnung angenommen wird. Eine echte Freisprechfunktion scheint es nicht zu geben.
Die GPS-Ortung benötige ich nicht, sie funktioniert auch nur unter freiem Himmel. Eine Testortung über das i-Kids Portal war jedenfalls nicht möglich, während das i-Kids in der Wohnung getragen wurde.
Zum Schluss noch ein Wort zum Ladegerät: Um das i-Kids Handy aufzuladen, muss am unteren Ende ein Gummistöpsel entfernt werden (wieder fummelig). Auf dem Ladestecker ist ein Pfeil aufgedruckt, der sich beim Anschließen auf der gleichen Seite wie das Display des Telefons befinden muss. Es braucht etwas Geduld, bis der Stecker sitzt, und zum Herausziehen müssen seitlich zwei Sicherheitsschalter gedrückt werden. Das Einstecken des Gummistöpsels in den Ladeschlitz ist nochmals eine kleine Geduldsprobe. Für Kinder mag es gehen, für Menschen mit Tremor wird es schwierig. Ich kenne genug Mobiltelefone, die ohne einen solchen Gummi am Ladeanschluss auskommen und deutlich einfacher anzuschließen sind (z.B. Nokia).
Fortsetzung folgt …
Fanden Sie diesen Artikel nützlich? Mit dem kostenlosen RSS-Abonnement oder dem Email-Service verpassen Sie keinen neuen Beitrag!


{ 1 trackback }
{ 5 comments… read them below or add one }
Hallo Melanie,
vielen Dank für Deinen Statusbericht über i-Kids-Handy, zumal viele Anbieter spezielle Mobiltelefone für Kinder derzeit im Angebot haben.
Gruss, Rebecca
http://www.westaflex.com
auch wir haben unserem sohn (8jahre) ein i-kids handy gekauft.
obwohl das gerät, wenn man es über die björn steiger stiftung bezieht sehr teuer ist ( 159 euro), hat es sich schon im alltag bewährt. er kann sms empfangen und schnell durchrufen, falls er sich verspätet.
diese funktionen hätten wir natürlich natürlich auch mit einem ‘normalen’ handy haben können – allerdings wollten wir ein völlig ‘abgespecktes’ handy, das wiederum keinen anlass zu spielereien etc. gibt.
das gps funktioniert tatsächlich nur unter freiem himmel. die ortung gibt dann bei bedarf die letzte position des kindes durch (oder auch meines mannes, wenn er mal wieder ‘im berg’ klettern geht).
einen gravierenden nachteil hat das handy allerdings: die batterie muss sehr schnell nachgeladen werden (wahrscheinlich durch den häufigen datentransfer) – fast jeden tag…schade.
Hallo kann mir jemand mit der einrichtung der Kurzwahlrufnummern weiterhelfen. Komme einfach nicht weiter mit dem I-Kids handy!
habe ich richtig gelesen das diese einrichtung kostenpflichtig ist, nur die Kurzwahlrufnummern?
Lg
@speedgirl1982: Laut Anleitung ist das so, nur über das Portal, wobei in meiner Anleitung als Portal http://www.i-kids.de angegeben ist und der Link ins Leere führt. Ich habe das i-kids noch, müßte mir mal die Karte nehmen und schauen, ob dort Kurzwahlen eingetragen sind, die den damals programmierten Nummern entsprechen. Denn dann könnte man ja die Kurzwahlen auch über ein reguläres Handy speichern.
Ansonsten empfehle ich, mal bei der Björn-Steiger-Stiftung anzurufen oder beim Tchibo-Support (kommt drauf an, wo das Handy erworben wurde).
Die Allianzversicherung hat die Ortungsplattform von der Steiger-Stiftung übernommen und legt diese zum Jahresende 2009 still.
http://www.allianz-ortung.de/ikids.php
Gruß
C.