Melanie Grimm

Hausnotruf Do-It-Yourself

8. August 2007

Ein Hausnotruf gibt älteren Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen die Sicherheit, in einer Notsituation noch Hilfe rufen zu können. Die heute angebotenen Systeme sind finanziell tragbar (ca. 10 – 30 EUR im Monat) und werden zum Teil auch von der Pflegeversicherung übernommen (vorausgesetzt, eine Pflegestufe wurde festgestellt).

Manche Hausnotrufsysteme (z.B. ASB, DRK) verlangen, dass morgens und abends ein grüner Knopf zum An- und Abmelden gedrückt wird. Passiert dies bis zu einer bestimmten Zeit nicht, ruft ein Mitarbeiter des angeschlossenen Hilfsdienstes beim Kunden an und erkundigt sich, ob alles in Ordnung ist. Wird niemand erreicht, werden Angehörige oder Nachbarn verständigt. Bleibt auch diese Maßnahme erfolglos, kommt der Rettungsdienst. Bei diesem System werden dem Hilfsdienst Haus- und Wohnungsschlüssel überlassen.

Tagsüber trägt der Kunde einen Notrufknopf am Körper, z.B. am Handgelenk oder an einem Band um den Hals (der sog. “Funkfinger”). Wird ein Alarm ausgelöst, können die Notrufstationen über eine telefonische Freisprechanlage Kontakt zum Kunden aufnehmen und dann das Erforderliche veranlassen.

Andere Hausnotrufsysteme (z.B. Vitakt) benutzen den Funkfinger und eine Freisprechanlage, starten einen telefonischen Rundruf und verständigen den Rettungsdienst vor Ort, es wird aber kein Schlüssel hinterlegt. Ihre Dienstleistung wird deutschlandweit erbracht, während das zuvor beschriebene Verfahren von regionalen Sanitätsdiensten angeboten wird. Das erklärt das unterschiedliche Procedere.

Für den Hausgebrauch oder als Ergänzung zu einem Notruf ist mir gestern beim Lesen einer Pressemeldung von Tchibo zusammen mit der übrigens sehr empfehlenswerten Björn-Steiger-Stiftung eine Eingebung gekommen.

Hier zunächst die Meldung:

Tchibo mobil bietet kindgerechtes Handy mit Ortungsfunktion an – Damit die Eltern wissen, wo die Kleinen sind – Systempartner Björn Steiger Stiftung Service GmbH ermöglicht Ortung des Handys per GPS

Die großen Sommerferien neigen sich langsam ihrem Ende zu, und bald werden sich in ganz Deutschland die Kinder wieder auf den Weg zur Schule oder zum Kindergarten machen. Pünktlich dazu bietet Tchibo mobil in Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung Service GmbH im Zeitraum vom 14. August bis zum 4. September und im Internet darüber hinaus einen besonderen Service für Kinder und ihre Eltern an: das i-Kids Handy mit dem LifeService Kids light. 

Das i-Kids Handy im Kinder-Design kostet 99,95 EUR, es ist einfaches Mobiltelefon und sicherer Begleiter in einem. Mit dem i-Kids Handy können Kinder ihre ersten Erfahrungen mit einem eigenen Mobiltelefon machen. Das Gerät ist besonders kindgerecht und sehr einfach zu bedienen. Es bietet eine gute Kostenkontrolle durch die Beschränkung auf vier festgelegte Rufnummern sowie eine SMS- und Download-Sperre. Über vier frei belegbare Kurzwahltasten können Kinder jederzeit mit ihren Eltern und anderen definierten Bezugspersonen Kontakt aufnehmen.

Während die Kinder so einen Schritt in Richtung Selbständigkeit machen, schafft das kleine Handy zusätzliche Sicherheit für das Kind und ruhigere Nerven für die Eltern. Dank des “LifeService Kids Light” der Björn Steiger Stiftung Service GmbH können sie für nur 9,90 EUR im Monat jederzeit erfahren, wo ihr Kind ist. Und das Beste: Tchibo mobil berechnet nichts für die Übertragung der Ortungsdaten vom i-Kids Handy, so dass keine zusätzlichen Kosten anfallen. Per GPS ortet der Service der Björn Steiger Stiftung Service GmbH das i-Kids Handy in wenigen Sekunden und in einem Umkreis von hundert Metern – es funktioniert einfach über das Internet oder sogar von unterwegs mobil per WAP (Wireless Application Protocoll, eine Technologie, mit der Internetinhalte für Mobiltelefone verfügbar gemacht werden). Optional lässt sich ein individueller Bewegungsraum für das Kind festlegen. Innerhalb dieses “grünen Bereichs” mit einem optionalen Radius zwischen 500 Metern und 2,5 Kilometern (zum Beispiel der Weg zur Schule und zur besten Freundin) bewegen sich die Kinder frei. Sobald sie jedoch den angegebenen Korridor verlassen, werden die Eltern automatisch per SMS benachrichtigt und können sofort entsprechend reagieren.

Besonders günstig: Tchibo Kunden können den Service der Björn Steiger Stiftung Service GmbH einen Monat lang kostenlos testen. Ab dem zweiten Monat beträgt die Servicepauschale für den Vertrag mit der Björn Steiger Stiftung Service GmbH 9,90 EUR.

Das i-Kids Handy gibt es bei Tchibo mit dem Tchibo mobil Prepaidtarif oder alternativ mit dem Komforttarif (Mobilvertrag ohne Laufzeit für 2,95 EUR pro Monat). Im Prepaidtarif kostet die Gesprächsminute in alle deutschen Netze 19 Cent pro Minute, im Komforttarif nur 15 Cent. Zum Komforttarif lässt sich optional für 10 EUR im Monat eine Flatrate für kostenlose Anrufe in das deutsche Festnetz hinzu buchen.

“Wir freuen uns, dass wir als familienorientiertes Unternehmen den Zusammenhalt und die Sicherheit in Familien jetzt durch unser Angebot unterstützen können”, sagt Thomas Grunau, Geschäftsführer von Tchibo mobil. “Mit dem i-Kids Handy haben wir ein starkes Angebot für die Kommunikations- und Sicherheitsbedürfnisse von Familien.”

“Wir können die Eltern natürlich nicht vor allen Schrecken der Welt bewahren”, erklärt Pierre-Enric Steiger, Geschäftsführer der Björn Steiger Stiftung Service GmbH. “Selbstverständlich kann das i-Kids Handy nicht die elterliche Verantwortung und Aufsicht ersetzen. Wenn wir aber den Kindern zu einem etwas sichereren Schulweg und den Eltern zu einem besseren Gefühl verhelfen können, ist das viel wert.” (Quelle für Text und Foto: PM Tchibo und Björn-Steiger-Stiftung via Presseportal.de)

Vieles, was für Kinder gut ist, kann Erwachsenen nicht schaden. Mit Seniorentelefonen wird schon viel Geld verdient – bei Preisen, die sich an vermögende Rentner richten. Dieses i-Kids Handy hat aber viele interessante Funktionen, die es zu einem vergleichsweise günstigen Preis auch als Notruf-Sprechanlage geeignet erscheinen lassen:

Bild i-Kids Handy

Ausgestattet mit einem einfachen Prepaid-Guthaben, aufgeladenem Akku, ausgeschalteter Mailbox und den “richtigen” Rufnummern auf Speicherplatz 1 und 2 der Kurzwahltasten kann man nämlich durch einen Anruf auf das Notrufhandy nach 15 Sekunden Klingeln die automatische Rufannahme mit Freisprecheinrichtung aktivieren. Der Anruf muss von einer der beiden gespeicherten Nummern aus erfolgen (bei eingeschalteter Nummernübertragung). Wird das Handy immer am Körper oder Rolli befestigt, kann man auch dann Kontakt aufnehmen, wenn die Freisprechanlage des Hausnotrufs nicht nah genug am Kunden ist oder der Notrufträger das Haus verlassen hat. Zusammen mit der optionalen GPS-Ortung ist das auch für Demenz-Patienten und Angehörige sehr interessant!

Tchibo bietet bis zum 09.08.2007 20.08.2007 sogar einen internen Tarif zu 0 Cent innerhalb des Tchibo mobil Netzes für 24 Monate an. Eine Zweitkarte kostet (noch) nur 5,00 EUR.

Ich habe heute ein i-Kids Handy bestellt und werde gelegentlich über die Erfahrungen damit berichten.

Hier gibt es die Bedienungsanleitung des i-Kids Handy als PDF.

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