Melanie Grimm

Prominente Hirntumorpatienten

23. April 2009

Wieso gerade ich? Diese Frage stellt sich wohl jeder Patient einer gravierenden Erkrankung früher oder später. Gibt es Ursachen? Trage ich eine Schuld an meiner Krankheit? Oder ist es Schicksal?

Bei einer Erkrankungsrate von etwa 8.000 Patienten pro Jahr in Deutschland haben Hirntumorpatienten eine relativ kleine Lobby. Über Hirntumoren weiß die Allgemeinheit relativ wenig – im Vergleich zu weitaus bekannteren Krankheiten wie Brustkrebs, Lungenkrebs, Herzinfarkt oder AIDS.

In der Öffentlichkeit wird über Gliome erst gesprochen, wenn es Prominente trifft. Selten allerdings in der für die Aufklärung über die Krankheit notwendige Tiefe, weil der Persönlichkeitsschutz eingreift. Ich halte den Persönlichkeitsschutz für eine sehr wichtige Angelegenheit. Auch verstehe ich gut, dass die Patienten selbst lieber den Tag genießen als Aufklärungsarbeit betreiben wollen. Für alle anderen aber, die im gleichen Boot sitzen, wäre es von großem Vorteil, wenn sich mehr Prominente (oder deren Angehörige/Freunde) in den Dienst der guten Sache stellen würden, um der Forschung für bessere Therapien mehr Gehör und Geld zu verschaffen.

Eines ist aber klar: Hirntumore können jeden treffen, ob prominent oder nicht.  Das Leben kümmert sich nicht um den Bekanntheitsgrad.

Einige bekannte Hirntumorpatienten:

  • Heiko Herrlich (Fußballer)
  • George Harrison (Musiker)
  • Edward Kennedy (Politiker)
  • Liz Taylor (Schauspielerin)
  • Marie Fredriksson (Musikerin)
  • Thor Heyerdahl (Meeresbiologe)
  • Mary Shelley (Autorin)
  • George Gershwin (Komponist)
  • Yves Saint Laurent (Modedesigner)

Mehr zu prominenten Hirntumorpatienten auf Wikipedia

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