Die Anregung, Cystustee einmal auszuprobieren, bekamen wir über die Hirntumor-Mailingliste, gepostet von Dennis Schmidt.
Hier ein Auszug aus einer Pressemitteilung des aid Presseinfodienstes zu Cistus incanus (Cystus):
Der Blätterextrakt von Cistus incanus ist reich an hoch-polymeren Polyphenolen. Das sind Gerbstoffverbindungen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Untersuchungen der Universität Münster, des Friedrich-Löffler-Instituts in Tübingen und der Charité Berlin zeigen, dass bestimmte Vertreter dieser Stoffgruppe Krankheitserreger wie Viren verhüllen und ihre Anheftung an die Zellen verhindern können. Die Zahl der eindringenden Viren verringert sich also. Experimente mit Mäusen bestätigen die Abwehrwirkung auf Grippeviren. Allerdings zeigen sich diese Ergebnisse ausschließlich für den Cistus-Extrakt “CYSTUS052″, der ein bestimmtes Spektrum verschiedener polyphenolischer Verbindungen enthält. Entscheidend für die antivirale Wirkung ist außerdem, dass der Extrakt äußerlich durch Lutschen, Gurgeln oder Inhalieren angewandt wird. “Ein Schlucken der Wirkstoffe kann nicht gegen Grippeviren helfen, da die wirksamen Inhaltsstoffe vom Darm praktisch nicht aufgenommen werden”, erläutert Prof. Stephan Ludwig von der Universität Münster den aktuellen Stand der Forschung. Dieser entscheidende Aspekt ist bei vielen Cistus-Produkten nicht berücksichtigt. Denn oft handelt es sich um Kapseln zum Schlucken, die keine Wirkung gegen Viren haben. Meist fehlen Angaben, ob die Produkte den wirksamen Cistus-Extrakt “CYSTUS052″ überhaupt enthalten.
Insbesondere über das Internet werden Cistus-Nahrungsergänzungsmittel mit Bezeichnungen wie “Abwehr-Kapseln” oder direkten Hinweisen auf eine Anti-Grippe-Wirkung vertrieben. Eine solche Werbung ist unzulässig, denn Lebensmittel dienen der Ernährung und nicht der Vorbeugung von Krankheiten. Sie dürfen daher nicht krankheitsbezogen beworben werden. Cistus ist aber auch als so genanntes Medizinprodukt auf dem Markt erhältlich. Zugelassene Medizinprodukte müssen mit dem “CE”-Zeichen gekennzeichnet sein. Ihnen dürfen Heilwirkungen zugesprochen werden, sofern diese wissenschaftlich belegt sind. Für Lutschtabletten oder Gurgellösungen aus dem Extrakt “CYSTUS052″, ist dies nach derzeitigem Wissenstand der Fall. Kapselförmige Cistus-Medizinprodukte zum Schlucken haben hingegen keine antivirale Wirkung. Im Zweifel ist Vorbeugen durch gesundes Essen und viel Bewegung immer noch das beste Mittel gegen Erkältung.
Dr. Pandalis ist wohl die bekannteste Firma, die Cystus-Tee, Tabletten, Cremes usw. vertreibt.
Wie viele Heiltees kann Cystustee keinen lukullischen Höhenflug bieten, ist aber durchaus genießbar.
Der Spiegel berichtete im Januar 2006 über Forschungsergebnisse, wonach Cystus-Extrakt in Hustenbonbons einen sehr starken antiviralen Effekt haben soll.
Ähnliches meldete schon im September 2005 die Ärzte Zeitung.
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- Zistrosen gegen böse Geister
- Bericht über die Vielfalt der Zistrosenarten auf Mallorca und anderenorts
- Cystus in der Ärztezeitung
- Cystus ist Planta europea 1999
- Die Würzburger Gesellschaft HERBA HISTORICA e.V. hat ihre begehrte Auszeichnung "Planta europea" vergeben. Die Wahl der Expertenjury fiel in diesem Jahr auf Cistus incanus tauricus, in Deutschland besser bekannt als Cystus.
- Cystus-Literatur
- Heilpflanzenlexikon: Cystus


